Naturgartenideen – Wir werden Gartenplaner

Die Gartenplaner – Gartenpflege und Naturgartenideen

Ziel eines Naturgartens ist Vielfalt zu fördern und unterschiedliche Lebensräume für verschiedene Lebewesen zu schaffen. Dabei soll er ein Ort für das Erleben, Genießen und eine Heimat heimischer Pflanzen und Tiere werden. Dabei ist der Einsatz unnatürlicher Gifte Tabu und im Idealfall unnötig. Im Naturgarten kann man viel beobachten und lernen, wenn man offen für Veränderungen und geduldig ist. Und natürlich ist auch eine bestimmte Gartenpflege zielführend. So ist es vorteilhaft der Natur einen Raum zur Entfaltung einzugestehen. Nützlinge können so besser wirken und bringen den Garten ins Gleichgewicht. Die Schritte hin zu einem Naturgarten sind voller Überraschungen und Freude. Auf dieser Seite wollen wir Informationen zum Thema Naturgarten gestalten und Naturgartenideen  zusammentragen. Wir wollen außerdem Wege  aufzeigen, wie  ihr Euer Fleckchen Erde in einen naturnahen Garten verwandeln könnt. Werdet naturnahe Gartenpfleger und lasst euch von unseren Naturgartenideen inspirieren.

Mit den TOP 10 Naturgarten Ideen zum ökologischen Garten!

Hier blühen Euch konkrete Ideen wie  Ihr Euren Naturgarten gestalten könnt.

Hab Ihr Euch schon einmal diese Fragen gestellt?!

  1. Wodurch zeichnet sich ein Naturgarten aus?
  2. Was sind typische Naturgarten-Elemente?
  3. Wie erschaffe ich einen Naturgarten und wie kann ich meine NaturgartenIdeen umsetzen?

Anhand der Grafik findet Ihr sofort Inspirationen für Euren erlebnisreichen Naturgarten. Nehmt Euch etwas Zeit und erfahrt mehr über die TOP 10 NaturgartenIdeen und wie erfahrt die Vorzüge von naturnaher Gartenpflege.

Gartengestaltung eines naturnahen Gartens

1. Mischkultur betreiben

Gleichkultur fördert spezifische Krankheitserreger und Schädlinge. Das Prinzip der guten Nachbarn schafft Abhilfe und sorgt dafür, dass Schädlinge begrenzt und der Ertrag verbessert wird. Mischkultur beschreibt Pflanzengemeinschaften, welche sich stärken und gegenseitig begünstigen. Die verschiedenen Gemüsearten wachsen miteinander, geben dem Beet schatten und vermindern so die Verdunstung des Bodenwassers. Da Ihr im Naturgarten nach Möglichkeit keine Gifte zur Schädlingsbekämpfung einsetzt, macht Euch doch einfach die Eigenschaften der verschiedenen Gemüsearten und Kräuter zu Nutze.

Der Klassiker: Pflanzt zwischen den Erdbeeren, Zwiebeln oder Knoblauch. Durch die ätherischen Öle werden die Erdbeeren vor Grauschimmel geschützt. Ringelblumen, Kamille oder Tagetes wirken gegen Fadenwürmer. Jungfer im Grünen bietet Schneckenschutz. Mithilfe von verschiedenen Duftstoffen werden anfliegende Schadinsekten benebelt. Und und und….Es gibt viele solcher Begünstigungen. Natürlich gibt es auch Kombinationen, die hemmend wirken. Daher ist es wichtig, dass Ihr euch schlau macht und mehr über die Eigenschaften der Pflanzen in Erfahrung bringt.

Naturgarten gestalten – Tipps für den Gartenplaner:

  • Grundbedürfnisse der Pflanzen müssen sich ergänzen
  • Flachwurzler zusammen mit Tiefwurzler
  • Schwachzehrer neben Starkzehrer
  • Abdecken der Bodenoberfläche
Sonnenblumen als Bienenfutter
Sonnenblumen
Sonnenblumen werden von vielen Vögeln besucht, die man dann super beobachten kann

2. Blumenwiese und Stauden als optisches Highlight

Einen Naturgarten anzulegen heißt nicht, alles verwildern zu lassen. Denn um viele Lebewesen im Naturgarten beobachten zu können, braucht Ihr eine gewisse Gartenpflege. Gestaltet Euren Garten verspielt, erlebnisreich und einzigartig. Weil Menschen selbst ihren Naturgarten gestalten wollen, gibt es genau genommen wenig echte Naturgärten. Sondern vielmehr Gärten, die möglichst naturnah angelegt und gepflegt werden. Das optische Erlebnis ist bei der Gestaltung eines Gartens ein wichtiger Punkt. Es lädt auch zum Gucken und Staunen ein und ist ein Argument um andere von der NaturgartenIdee zu überzeugen. Eine Blumenwiese oder heimische Stauden bieten sich dafür hervorragend an. Gleichzeitig profitieren Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten von einer Blütenvielfalt. Blumenwiesen sind eine wichtige Futterquelle für zahlreiche Insekten und sollten daher in keinem Naturgarten fehlen. Schließlich soll ein Erholungsraum entstehen, in dem Mensch und Natur sich näher kommen und bewusster begegnen.

Naturgarten gestalten – Tipps für den Gartenplaner:

  • Magerwiesen anlegen (auf sandig, kiesigen Boden)
  • Fettwiesen anlegen (auf normalen Boden)
  • Heimische Wildpflanzen verwenden
  • Stauden mit verschiedenen Blühzeiträumen anpflanzen
  • Einjährige Blumen, wie Jungfer im Grünen, Ringelblumen oder Borretsch im Garten oder auf Beeten etablieren
  • Blumeninseln schaffen (z.B. mit Kosmeen)
  • Sonnenblumen für die Vögel: Vermehren sich in den Folgejahren durch die Verteilung der Kerne durch die Vögel von selbst

3. Kräutervielfalt, Gemüsevielfalt und Obstvielfalt fördern

Vielfalt. Da ist es schon wieder. Das Wort, welches einen Naturgarten sehr gut beschreibt. Doch je öfter dieses Wort aufgeschrieben ist, desto mehr könnt Ihr Euch fragen, ob nicht die Wörtervielfalt  abhanden kommt….Doch nun zum Thema:

Der Naturgarten kann nicht nur für Tiere und Pflanzen ein Lebensraum sein und Nahrung zur Verfügung stellen. Er soll auch zum Naschen und Genießen einladen. Dabei schließen sich Naturgarten und Nutzgarten nicht aus. Bestimmte Kräuter, Beeren und Wildpflanzen haben die gleiche oder eine bessere Wirkung auf die Gesundheit, als teure Produkte von weit weg. Unterschiedliche Kulturpflanzen sind Schätze die gehütet und erhalten bleiben sollten.

Oft haben alte regionale Gemüsesorten besondere Eigenschaften, sehen schön aus und schmecken besser, als das Einheitsgemüse aus dem Supermarkt. Alte Obstsorten sind manchmal weniger anfällig für Krankheiten oder haben einen besonderen Geschmack.

Naturgarten gestalten – Tipps für den Gartenplaner:

  • Mischkulturbeete
  • Kräuterspiralen
  • Alte und seltener gewordene Sorten aus deiner Region kultivieren
  • Samenfeste Pflanzen verwenden
  • Abwechslung und Dinge ausprobieren
  • Vielfalt 😉
Kröten jagen Schnecken
Kröten durch richtige Gartenpflege
Kröten sind gefürchtete Schneckenjäger. Hier hat sich eine Kröte häuslich in unserem Hügelbeet eingerichtet.

4. Totholzhecken und Totholzhaufen sind tolle Lebensräume

Einen Naturgarten zu gestalten heißt  Vielfalt schaffen und Zonen, die bestimmten Tieren als Winter- und Schlafquartier dienen. Ein Totholzhaufen oder eine Totholzhecke (auch Benjeshecke) im Garten einzurichten, ist daher ein einfaches und vielseitiges Naturgarten-Element. Besonders Eidechsen profitieren von Bereichen mit aufgeschichteten Holzresten aber auch Vögel, Insekten oder Igel.

Durch das Anlocken dieser unterschiedlichen Tierarten wird Euer Garten nicht nur interessanter, sondern einige sind sogar sehr nützlich. Sogenannte Nützlinge sind natürliche Feinde von vielen unerwünschten Tierarten im Garten. So kann sich ein Gleichgewicht zwischen Nützlingen und Schädlingen im Garten einstellen.

Igel oder Erdkröten fressen unter anderem die gefürchteten Wegschnecken, die bei vielen Menschen verhasst sind. Versteht man diese Zusammenhänge, wo durch Vielfalt Vorteile für uns Gärtner entstehen und die Natur eigene Lösungen für Probleme findet, kann man sich diese zu Nutze machen. Denn Naturgärten sollen ohne Gift auskommen und brauchen daher die Unterstützung der Natur. Ein weiterer Vorteil von Totholzhaufen ist, dass ihr dort Material für das Anlegen eines Hügelbeetes findet.

Naturgarten gestalten – Tipps für die Gartenpflege:

  • Totholzhecken (Benjeshecken) anlegen: Totholz, Baumstämme stabil auftürmen
  • Grobe Gartenabfälle in den Wildzonen lagern( Dornschnitt, Äste, Reisig)
  • Im Herbst: Laubhaufen für Igel zusammenharken. Dient als Winterquartier.
  • Unberührte oder selten zu bearbeitende Räume schaffen

5. Hügelbeete und Hochbeete

Habt Ihr auch noch Gartenabfälle jeglicher Art zu viel und wisst nicht wohin damit. Dann ist ein Hügelbeet oder ein Hochbeet vielleicht genau die richtige NaturgartenIdee. Materialien für diese Art von Beet könnt Ihr ideal in der Totholzzone lagern, um dann im Herbst oder Frühjahr ein neues Hügelbeet aufzuschichten. Bis zur Pflanzzeit im darauffolgenden Jahr können sich die unterschiedlichen Lagen setzen. Ein Hügelbeet oder Hochbeet ist wie ein bepflanzter Komposthaufen. Im Besonderen die Wärme- und Nährstoffproduktion eines Hügelbeetes bietet interessante Vorteile gegenüber den normalen Beeten am Boden…

So ist beispielswiese die Bodentemperatur um 5-8 Grad wärmer. Dadurch verlängert sich die Vegetationszeit und wärmebedürftige Pflanzen können früher ins Freiland. Hügelbeete und Hochbeete bestehen aus Holz, Laub, Mist, Grasschnitt und Kompost. Durch das Holz im Beet kann Wasser besser gespeichert werden und Tiefwurzler profitieren davon in Trockenzeiten. Durch die vielen Materialien, die über die Zeit verrotten, wird der Boden verbessert und frischer Humus gebildet. Zudem ist die Anbaufläche auf einem Hügelbeet größer und in den lockeren Schichten des Hügelbeetes siedeln sich Nützlinge an, z.B. Erdkröten.

Naturgarten gestalten – Tipps für den Gartenplaner:

  • Gartenabfälle wiederverwenden
  • Hügelbeet aufschichten
  • Humus selbst erzeugen
  • Lebensraum für Nützlinge erschaffen
Taxus baccata
Lorbeerkirsche

6. Heimische Hecken und Sträucher haben Vorteile

Hecken sind lebendige Zäune. Sie erfüllen mehrere Funktionen, wie Sichtschutz, Abgrenzung und Windschutz . Als Sichtschutz sind Hecken gewöhnlichen Mauern in vielen Aspekten überlegen und bieten klare Vorteile. Hecken bieten optimalen Windschutz. Sie bremsen den Wind anstatt ihn zu stoppen, das führt zu einem angenehmen Klima hinter der Hecke. Sie sind lebendig und ganz besondere Lebensräume. Eine vielfältige Hecke fördert den natürlichen, biologischen Pflanzenschutz, weil sie Rückzugsort für zahlreiche Nützlinge ist. Viele Sträucher bieten vielen Vögeln und Insekten Schutz und Nahrung.  Hecken sind gesund.  Viele Sträucher tragen Früchte oder ihre Bestandteile können für die unterschiedlichsten kulinarischen und gesundheitlichen Zwecke genutzt werden. Heimische Hecken sind vielfältig und an unser Klima angepasst. Das machst sie in der Regel weniger anfällig für Krankheiten oder Parasiten. An unsere heimischen Hecken sind außerdem viele Schmetterlingsraupen, Vögel, Spinnen, Wildbienen oder andere Tiere optimal angepasst. Die häufig verbreiteten Kirschlorbeerhecken oder die sogenannten Koniferen (Thuja, Lebensbaum, Scheinzypresse) sind zwar in einigen Punkten praktisch, aber leider für den Großteil unserer heimischen Tierarten wertlos.

 

Hier gibt es weitere interessante Informationen zum Thema heimische Hecken und Sträucher

 

7. Nisthilfen für den Nachwuchs

Da wir in Unserem Naturgarten Lebensraum für viele Lebewesen schaffen wollen, bieten sich Nisthilfen für Vögel, Fledermäuse oder Insekten an. Denn genau wie wir, brauchen viele Tiere einen passenden Unterschlupf, wo Sie sich wohl fühlen und der Nachwuchs sicher schlüpfen kann. Eine Naturgarten Idee, welche besonders zum Artenschutz beiträgt. Je nach Tier bieten sich klassische Nistkästen, spezielle Nistkästen oder abwechslungsreiche Nisthilfen für Insekten an. Beispielsweise ist der Artenreichtum von Wildbienen immer mehr gefährdet. Und Nisthilfen sind schnell gebaut…

Als Basis können unbehandelte Holzteile dienen, in denen Löcher mit einem Durchmesser von 2-8 mm gebohrt werden. Auch Bambusstäbe eignen sich sehr gut. Insekten sind immer auf der Suche nach geeigneten Niströhren, in den Sie Ihre Eier platzieren können. Dabei gilt: Eine Röhre wird genutzt, wenn die Biene Sie verschlossen hat. Für den Nachwuchs ist diese Röhre dann das Überwinterungsdomizil. Erst im folgenden Jahr schlüpft der Nachwuchs und öffnet die Röhre. Die Röhren sollten mindestens zehnmal so lang wie breit sein. Ihr könnt also ruhig bis zum Bohrfutter bohren 🙂

Naturgarten gestalten – Tipps für den Gartenplaner:

  • Nistkisten für Vögel
  • Insektenröhren
  • Eigenbau bevorzugt
  • Nachwuchs fördern

8. Trockenmauer auftürmen

Im Sinne einer Naturgarten Idee werden Steine trocken und ohne Verbundstoff aufeinander gestapelt. Die Trockenmauer besteht in der Regel aus Natursteinen und bildet so einen wichtigen Lebensraum für verschiedene Tiere und Pflanzen. Denn zwischen den Steinen entstehen hohle Bereiche in verschiedenen Größen. Durch Trockenmauern werden Insekten, Kröten und Reptilien angelockt. In den Gängen zwischen den Steinen bieten sich Verstecke und Raum für Nistplätze. Reptilien liebe Steine, weil Sie bei Sonnenschein dort schnell Ihre Körpertemperatur erhöhen können. Deshalb spielt die Ausrichtung der Trockenmauer eine entscheidende Rolle. Die Mauer sollte von Ost in Richtung West angeordnet werden. Durch den so garantierten Sonneneinfall auf den Steinen, können Sie sich erwärmen und diese Wärme auch bis spät in die Nacht Speichern. Dieses Mikroklima begünstigt einige spezielle Pflanzen, die davon profitieren können. Des Weiteren sieht so eine selbst gestapelte Trockenmauer einfach attraktiv aus und wertet Euren Naturgarten ungemein auf.

Naturgarten gestalten – Tipps für den Gartenplaner:

  • Trockenmauer in den Garten integrieren
  • Spezielle Tiere und Pflanzen fördern
  • Räume mit Mikroklima

9. Teich anlegen

Wasser erfrischt in jeder Hinsicht. An heißen Sommertagen kann schon ein kleines Wasserspiel für Abkühlung sorgen. Warum nicht also einen naturnahen Gartenteich anlegen. Optisch eine Belebung steigert er zu dem den Erholungswert. Doch vor allem ist der Teich ein Feuchtbiotop für viele Tiere und Pflanzen. Naturnah wird der Teich dadurch, dass er sich an der Natur orientiert. Das bedeutet flach abfallende Ufer, einheimische Pflanzen und sandiger Boden. Im Idealfall wird die Säuberung des Wassers durch verschiedene Lebewesen erfolgen. Auf besondere Filterungstechnik kann dann verzichtet werden. Aber auch Fische, wie z.B. Goldfische, sollten dann nicht angesiedelt werden. Fische ernähren sich von Wasserinsekten und zerstören dadurch das Gleichgewicht, weil sie sich schnell vermehren und meist zu viele Fische pro Teich vorhanden sind. Hat sich euer Gartenteich dann entwickelt könnt Ihr unter anderen Libellen, Kröten, Frösche und Molche bestaunen.

Naturgarten gestalten – Tipps für den Gartenplaner:

  • Gartenteich anlegen
  • Feuchtbiotope schaffen

10. Upcycling

Aus Alt macht Neu! Diesen Begriff kennt Ihr sicherlich. In den letzten Jahren findet diese Methodik immer häufiger Anwendung. Alten, nutzlosen Produkten, welche eigentlich für den Müll bestimmt sind, wird durch kreative Kombination neues Leben eingehaucht. Und gerade in alten Lauben oder auf Pachtgrundstücken sind eine Menge zunächst unnützer Produkte zu finden. So war es jedenfalls bei uns. Auch haben die Familie, Verwandte oder Freunde häufig Abfallprodukte, aus denen durch Wiederverwertung neue Dinge entstehen. Je kreativer Ihr Dinge weiter nutzt und so den Lebenszyklus der Produkte verlängert, desto ressourcenschonender handelt Ihr. Und das die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft und die der Menschen insgesamt durch viele Probleme bedroht ist, ist keine Neuigkeit. Daher sollte jeder immer mal wieder nachdenken, wie er durch sein Verhalten einen positiven Einfluss auf den Zustand unserer wunderschönen Erde nehmen kann. Ganz nebenbei könnt Ihr Geld sparen und ganz individuelle Produkte erschaffen.

Naturgarten gestalten – Tipps für den Gartenplaner:

  • Neue Dinge zum Leben erwecken
  • Aufwertung von Gartenmaterialien
  • Wiederverwertung von Produkten