Zehn Dinge, die ich meinen Meerschweinchen aus dem Garten mitbringe

Zehn Dinge, die ich meinen Meerschweinchen aus dem Garten mitbringe

1280 720 Laura

Was meine Meerschweinchen essen

Im Garten kann man tolle Dinge anbauen und ernten. Aber auch unsere Meerschweinchen freuen sich über leckeres, frisches Grünzeug. Klar bestimmte Wildkräuter kann man auch in Parks, Wiesen oder an Feldrändern sammeln. Aber leider weiß man dabei nie, ob dort zuvor ein Hund oder andere Menschen hingepinkelt haben, was dort in der Vergangenheit ausgekippt wurde oder welche Pflanzenschutzmittel oder Dünger eingesetzt wurden. Bei Wildkräutern oder Zweigen, die aus unserem Garten stammen, weiß ich zumindest, dass keine Hunde oder Menschen rangepinkelt haben…… obwohl wenn ichs mir recht überlege, wenn ich nicht da bin…..man weiß ja nich wer….. naja… egal! Ich gehe einfach mal davon aus.

Auf jeden Fall ist alles frei von künstlichen Düngern und Pflanzenschutzmitteln. Da es hunderte Gemüsesorten, Kräuter und Wildkräuter gibt, die man den Wuscheln aus dem Garten mitbringen kann und der Beitrag damit unendlich lang werden würde, habe ich mich auf meine Top zehn Dinge, die meine Meerschweinchen fressen fokussiert.

Meerschweinchen fressen
Hier eine der seltenen Gelegenheiten, wo die Meerschweinchen selbst im Garten rumtollen konnten. Leider ist das nur selten möglich.

Meerschweinchen brauchen neben der Grundlage Heu auch ein Angebot an frischen Lebensmitteln. Besonders Vitamin C sollte in den verfügbaren Lebensmitteln sein, da Meerschweinchen dieses nur über die Nahrung aufnehmen können. Dabei ist frisches Grün in Form von Wildkräutern, Kräutern oder Zweigen eine tolle und wichtige Abwechslung. Vor allem Wildkräuter enthalten viele Vitamine und haben gleichzeitig wenig Kalorien. Daher sollten diese auf einem ausgewogenen Speiseplan von Meerschweinchen nicht fehlen.

1. Giersch

Giersch im Garten

Giersch hat bei vielen Menschen, die sich im Garten betätigen, einen sehr schlechten Ruf. Grund ist, dass es sich durch seine Rhizome unterirdisch sehr schnell verbreitet und nur schwer aus dem Garten zu verbannen ist.  Ich sehe das ein bisschen gelassener. In einer Ecke unseres Gartens, darf der Giersch ruhig wachsen. Der Vorteil: man kann ihn essen. Der zweite Vorteil: die Meerschweinchen auch. Somit ist er eine immer nachwachsende, tolle Quelle für Meerschweinchen- und Menschenfutter. Nach ein paar Tagen haben sie zwar genug von dem Kraut, aber sie fassen doch immer sehr freudig zu, wenn ich etwas mitbringe. Somit eine gute Möglichkeit den Giersch zu ernten und den Wuscheln einen Gefallen zu tun. Giersch wächst auch in fast jedem Park oder an “ungepflegten” Wegrändern. Meist im Schatten, wie ich festgestellt und auch gelesen habe. Am besten schmecken die jungen Blätter.

2. Ringelblumen

Calendula officinalis

Ringelblumen gehören zu meinen Lieblingsblumen. Sie sind nicht anspruchsvoll und wachsen überall auf dem Beet. Vor allem im Herbst, wenn die Farben auf den Beeten erlöschen, leuchten sie noch in knalligem Gelb-Orange. Nachdem man sie gesät hat, vermehren sie sich Jahr für Jahr und man kann sie auch für die unterschiedlichsten medizinischen Anwendungen verwenden. Auch die Meerschweinchen freuen sich über die gelb-orangen Blüten und verspeisen sie mit Genuss. Dabei darf alles von der Pflanze verfüttert werden (Stängel und Blüte). Sie sollen zudem leicht beruhigend wirken.

3. Sonnenblumen

Sonnenblume

Ja Sonnenblumen! Als ich das zum ersten mal las, war ich auch überrascht. Sonnenblumen gehören einfach in jeden Garten und symbolisieren für mich den Sommer. Diese können mitsamt Blütenblättern, Blättern und Stängel an die Meerschweinchen verfüttert werden. In unserem Garten wachsen Jahr für Jahr mehr von diesen Sonnenanbetern. Das Auge freuts, die Vögel freuts und die Nager auch. Nur die Kerne sollten nur in sehr kleinen Mengen verfüttert werden, da sie sehr reich an Öl und Kalorien sind. Also am besten Blütenblätter für die Wuschel abmachen und die Kerne für die Vögel zurücklassen. Von gekauften Sonnenblumen wurde in vielen Fällen abgeraten. Diese Meinung vertrete ich auch. Man weiß einfach nicht, woher diese stammen und mit welchen Chemikalien diese behandelt wurden. Greift auf Sonnenblumen aus vertrauenswürdigen Quellen zurück! Am besten aus dem eigenen Garten oder dem Garten einer vertrauenswürdigen Person.

4. Spitzwegerich

Plantago lanceolata

Spitzwegerich ist eine tolle Pflanze. Sie wächst fast überall. Und sie hat tolle Eigenschaften. Von der Wirkung des Spitzwegerichs bei Insektenstichen habe ich mich auch schon überzeugt. Auch ein Tee aus dem Blättern des Spitzwegerichs ist sehr wohlschmeckend. Wie das Thema dieses Beitrags erahnen lässt, pflücke ihn auch gerne für meine Meerschweinchen, die ihn auch mit Freude verspeisen.  Dabei soll er entzündungshemmend sein und gegen Verdauungsbeschwerden wirken.

5. Dill

Dill im Naturgarten

Dill ist mit Abstand mein liebstes Küchenkraut. Ich liebe einfach den Geruch des Dills, der mich immer an Sommer und Garten erinnert. Auch die Meerschweinchen fressen mit Vorliebe das Doldengewächs und reißen es mir förmlich aus der Hand. Dabei verschlingen sie alle Teile der Pflanze vom Stiel bis zur Blüte. Außerdem soll das Würzkraut den Appetit der Schweinchen anregen und auch gegen Verdauungsbeschwerden wirken. Ebenso Blähungen können damit gelindert werden. Also, rein ins Schwein.

6. Apfelbaum- und Birnenbaumzweige

Sind die Klassiker unter den für-Meerschweinchen-essbaren Zweigen. Ich nehme gerne die Wassertriebe, also solche die senkrecht nach oben wachsen. So sind diese entfernt und gleichzeitig ein tolles Mitbringsel für die Wuschel. Zweige sind außerdem für den Zahnabrieb der Meerschweinchen gut. Die Zweige des Apfelbaums und des Birnenbaums können in großen Mengen verfüttert werden und munden meinen Schweinchen wirklich sehr. Sie sehen dann nach ein paar Tagen wie geschält aus.

7. Wildkirschenzweige

Früher habe ich oft gelesen, dass die Zweige von Kernobst eher nicht oder nur in kleinen Mengen für Meerschweinchen geeignet sind. Angeblich sollten die Zweige, Blätter und Blüten Blausäure enthalten. Diese Aussage ist überholt. In Foren berichteten viele darüber, dass sie ihren Meerschweinchen auch Zweige von Kirschbäumen fütterten. Bekannt ist, dass der Kern Blausäure enthält. Diesen isst man oder Schwein aber nicht mit. Daher habe ich meinen Meerschweinchen häufiger Zweige und Blätter unseres Wildkirschenbaums mitgebracht und auch keine negativen Erfahrungen damit gemacht. Ganz im Gegenteil, die Schweinchen sehen es als erwünschte Abwechselung. Sie fressen diese genauso gern wie Weiden- und Apfelbaumzweige. Die Früchte bekommen sie nicht, da diese zu viel Zucker enthalten.

8. Weidenbaumzweige

Weidenzweige sind eine tolle Abwechselung auf dem Speiseplan der Meerschweinchen, die sie auch sehr zu schätzen wissen. Dabei sollen alle Weidenarten fütterbar sein (Sal-Weide, Trauer-Weide, Korkenzieher-Weide, Grau-Weide, Korb-Weide). Ich füttere sehr gerne Zweige von Trauerweiden und die Meerschweinchen nehmen diese auch dankbar an. Teilweise werden die Zweige komplett verputzt bis auf den letzten Stummel oder komplett geschält. Im Internet habe ich gelesen, dass sie gegen Blähungen und Durchfall helfen sollen und Salicylsäure enthalten. Salicylsäure soll sich dabei schmerzlindernd auswirken.  Auf jeden Fall sind sie eine tolle Abwechselung auf dem Speiseplan.

9. Kornblumen

Habe ich erst vor Kurzem für die Meerschweinchen entdeckt. Von dieser Pflanze können Stängel und Blüte verfüttert werden. Ich finde sie sind neben ihrem tollen Aussehen auch eine tolle Ergänzung auf dem Speiseplan der Wuschel.

10. Löwenzahn

Der Klassiker unter den für-Meerschweinchen-essbaren Pflanzen, den eigentlich jeder kennt. Würde ich alle Sachen gleichzeitig zur Auswahl stellen, würden sich die Meerschweinchen dennoch zuerst für den Löwenzahn entscheiden. Das habe ich schon häufiger beobachtet. Dabei enthält er nebenbei auch viele Vitamine und Mineralstoffe. Er kann frisch auch in größeren Mengen gefüttert werden. Nebenbei soll Löwenzahn viel Kalzium enthalten, sich aber, durch die harntreibende Wirkung, nicht negativ in Form von Blasensteinen oder Harngries auswirken. Weiterhin wirkt er sich positiv auf die Verdauung aus. Löwenzahn kann den Urin von Meerschweinchen rötlich färben.

Wie gesagt, es gibt noch sehr viele andere Sachen, die Meerschweinchen nach Lust und Laune futtern dürfen oder als köstliche Erweiterung des Speiseplans gerne mitgebracht werden können. Welche sind eure Top 10 Favoriten für die Fütterung eurer Meerschweinchen oder Haustiere. Gerne können auch Geheimtipps für andere knuddelige Gesellen geteilt werden.

 

Wenn ihr weitere Informationen zum Thema Ernährung und Haltung von Meerschweinchen sucht, empfehle ich die folgenden Seite:

http://www.diebrain.de/Iext-vitamine.html#kra (eine umfangreiche Sammlung rund um die Meerschweinchenhaltung)

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Laura

Laura

Mich fasziniert das Leben, die Natur und wie alles miteinander verbunden ist. Selbst das unscheinbarste Lebewesen kann dabei großen Einfluss auf das Gefüge haben. Naturnahe Gärten bieten die Möglichkeit diese Zusammenhänge zu entdecken und zu nutzen. Sie sind außerdem Lebensraum für eine Vielzahl von Lebewesen. Auf dieser Seite möchte ich mit euch entdecken, wie wir unseren Garten naturnäher Gestalten können und gleichzeitig davon profitieren.

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