Sämerei – Bio Saatgut Bestellung 2017

Sämerei – Bio Saatgut Bestellung 2017

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Sämerei 2017 Teil 1

Die  Gartensaison rückt immer näher. Eine große Rolle spielt dabei das verwendete Saatgut. In den letzten Jahren haben wir sehr unterschiedlich und häufig spontan zu Gemüsesamen und Blumensamen gegriffen und waren von der Ausbeute eher enttäuscht. Klar für den Erfolg von Keimung, Wachstum und Ernte sind viele Faktoren von Bedeutung. Aber gerade die Sämerei sollte bewusster ausgewählt werden. Zu dieser Erkenntnis sind wir gekommen und wollen dieses Jahr mit frischen Ideen an die Sache rangehen. Wir haben uns daher für Bio-Saatgut aus unserer Region entschieden und sind sehr gespannt, ob wir eine Verbesserung erleben. Neben großen Anbietern von Bio Saatgut wie beispielsweise Dreschflegel oder Bingenheimer, haben wir nach regionalen Alternativen gesucht und sind fündig geworden.

Doch warum kann es vorteilhaft sein auf regionale Anbieter von Sämereien zurückzugreifen?

Es gibt viele Gründe, die dafür sprechen. Kommt das Saatgut aus deiner Region und wurde dort vermehrt, so kannst du davon ausgehen, dass es standortangepasst ist und unter Umständen besser gedeiht. Auch unterstützt du damit kleinere Anbieter, die gute Visionen haben und sorgst dafür, dass ein regionales Angebot erhalten bleibt. Hinzu kommt, dass der Transportweg minimiert und dadurch dein ökologischer Fußabdruck kleiner bleibt. Entscheidend ist jedoch, dass du einen regionalen Anbieter von Sämereien findest, der mit guter Qualität überzeugen kann. Wir können nur für unsere Region sprechen und haben aus unserer Sicht einen guten Anbieter gefunden.

Welche Vorteile bringt unser Sämerei-Anbieter mit sich?

Das Angebot wird von fünf Gartenbetrieben als Kooperative erstellt und umfasst biologische Saatgutvermehrung von Gemüse, Nutzpflanzen, Kräutern und Blumen. Es werden dort vor allem alte Sorten, seltene Sorten und Wildpflanzen angebaut. Laut Beschreibung sollen die Sorten standortangepasst, freilandtauglich und robust sein. Die Sämerei ist häufig erhaltend und kann daher problemlos weiter vermehrt werden. Es wird vor allem auf geschmackvolle Sorten Wert gelegt und nach den Richtlinien der EG-Ökoverordnung angebaut. Es werden weder gentechnisch veränderte oder hybride Pflanzen angebaut. All diese Beschreibungen und Kriterien haben uns überzeugt und wir haben daher eine Bestellung aufgegeben. Die Lieferung kam schon nach zwei Tagen gut verpackt zu uns nachhause und alles machte einen sehr guten Eindruck. Die Bezahlung erfolgt auf Rechnung, aber erst nach der Lieferung. Verblüffend, denn von großen Online-Shops kennt man das so gar nicht mehr.

Was haben wir für Gemüsesamen bestellt?

Die Beschreibungen entsprechen den Angaben des Herstellers. Neben diesen Gemüsesamen haben wir noch Dill, wilde Rauke, Wiesenehrenpreis und Cosmea-Sämereien bestellt. Wir sind gespannt, wie die Keimungsrate der Pflanzen ist und wie sie sich entwickeln. Darüber werden wir dann ausführlich im zweiten Teil berichten. Wenn ihr auch regionale Anbieter gefunden habt, dann könnt Ihr gerne mal in den Kommentaren darüber schreiben.
Wir haben die Sämerei von der Samenbau Nordost Kooperative GbR bezogen und sind auf die Qualität gespannt. Falls Ihr mehr Informationen zu dem Sortiment haben möchtet, verlinken wir den Anbieter. Wir haben keinerlei Kooperation mit diesen Gärtnerbetrieben. Wir möchten einfach regionale Strukturen stärken, weil uns das Angebot überzeugt hat.

Bis nächste Woche 🙂

Unsere Bestellung 2017

Daucus carota – Erhaltungssorte –

Eine über 130 Jahre alte, sehr robuste, Schweizer Sorte mit sehr aromatischen Geschmack. Die großen weißen Wurzeln sind gut lagerfähig als Futtermöhre oder mit Kartoffeln eine Schweizer Spezialität.

Aussaat: März bis Juni, 1 cm tief in Reihe.

Ernte: Die jungen zu eng stehenden Möhren als Frischgemüse und von September bis November die dicken Möhren zum Einkellern.

Tipp: Möhren anhäufeln dann hat die Möhrenfliege keine Chance.

Mischkultur-Tipp: Dill, Zwiebel, Porree, Radieschen, Salat, Mais, Gerste, Tagetes und Kresse.

Lactuca sativa var. capitata – Erhaltungssorte –

Eine alte Freilandsorte mit kleinen, hellgrünen Köpfen für den sehr frühen Anbau.

Aussaat: Ab Januar bis Ende März nicht zu dicht, 0,5 cm tief. Was zu eng steht essen, 25 x 25 cm!

Ernte: Von Mai bis Juni die Köpfchen nach Bedarf frisch auf den Tisch!

Mischkultur-Tipp: Kohl, Erbsen, Puffbohnen …

Tipp: Mulchen spart Wasser und hält warm!

Lactuca sativa var. crispa  – Erhaltungssorte –

Ein kräftiger Pflücksalat mit leicht gewellten, roten,knackigen Blättern. Geerntet hält er sich gut.

Aussaat: Ab März nicht zu dicht, 0,5 cm tief. Was zu eng steht, essen!

Ernte: Laufend die äußersten Blätter oder die ganze Pflanze abschneiden.

Mischkultur-Tipp: Möhren, Pastinake, Rote Rübe, Bohnen, Kohl … außer Petersilie!

Raphanus sativus – Erhaltungssorte –

Eine alte Landsorte mit runder, gelber Wurzel und typischem, scharfem Geschmack.

Aussaat: Von März bis August, 0,5 cm tief, in Reihe. Folgesaaten alle 3 Wochen möglich.

Ernte: Laufend die jungen noch zarten Wurzelfrüchte frisch auf den Tisch.

Tipp: Geschossene Pflanzen stehen lassen! Nach der Blüte erscheinen die grünen Samenschoten, die roh im Salat oder
zum Knabbern köstlich sind.

Mischkultur-Tipp: Kerbel, Kresse, Petersilie, Bohnen, Erbsen, Kohl, Mangold, Möhren, Salat, Tomaten. Schlecht zu Gurken.

Brassica oleracea var. gongylodes – Erhaltungssorte –

Eine blauschalige, zarte Sorte für den späten Anbau mit guter Lagerfähigkeit.

Aussaat: Im Juni, 1 cm tief, im Abstand von 40×40 cm.

Ernte: Vor dem Frost, zum Einlagern im Keller.

Mischkultur-Tipp: Borretsch, Ringelblume, Tagetes, Bohnen, Erbsen, Porree, Rote Bete, Salat, Sellerie und Tomaten.

Cucurbita pepo – Erhaltungssorte –

Eine Sorte mit buttrigen, wohlschmeckenden, gelben Früchten.

Voranzucht: Im April in Töpfen 3 cm tief auf der Fensterbank. Direktaussaat im Mai möglich. Nährstoffliebend!

Auspflanzen: Ab Mitte Mai mit 90 x 90 cm Abstand.

Ernte: Die Blüten im Teigmantel braten, die 15 cm langen Früchte mit Blüten dünsten und die unreifen Früchte roh in den Salat oder als Gemüse essen.

Tipp: Gut mulchen und Bohnen als Nachbarn.

Capsicum annuum – Erhaltungssorte –

Eine Gemüsepaprika mit von grün nach rot abreifenden, leicht süßlichen, blockförmigen, mittelgroßen Früchten. Gute Freilandsorte auch für den sonnigen Balkon geeignet.

Voranzucht: Von Februar bis Mitte März nur dünn mit Erde bedecken, im Topf bei 20 bis 25 °C. Ab Mitte Mai ins Freiland bis zu den ersten Blättern tief einpflanzen.

Ernte: Ab September die knackigen roten Früchte frisch geschmort oder gefüllt. Auch die unreifen grünen Früchte können gegessen werden.

Mischkulturtipp: Tomaten, Gurken, Salat und Radieschen.

Allium cepa – Erhaltungssorte –

Alte, gelbe, längliche Sorte mit mildem, leicht süßlichem Geschmack.

Aussaat: März bis Ende April, Samen nur andrücken im Abstand 25 x 5 cm. Eine späte Aussaat Anfang August ist möglich.

Ernte: Im August wenn der Zwiebellauch abknickt und braun wird. Aber schon vorher laufend die unreifen Zwiebeln als frische Schalotten.

Mischkultur-Tipp: Gut zu Möhren, Gurke, Tomaten, Dill und Erdbeeren. Schlecht zu Bohnen, Erbsen und Kohl.

Tipp: Die kleinsten Zwiebeln frostfrei und kühl überwintern und als Steckzwiebel ab Mai stecken.

Mittelfrühe Möhrensorte mit kräftigen, konischen Wurzeln und angenehmer Süße.

Aussaat: Ende.Feb.-Ende Juni

Saattiefe: 0,5 cm

Pflanzenabstand: 5 cm

Reihenabstand: 30 cm

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Basti

Basti

Es gibt in der Natur beeindruckendes zu entdecken und ich habe noch so viele Fragen. Durch unseren Garten lerne ich ständig dazu und beginne zu verstehen, wie groß die Natur ist. Ich bin neugierig und möchte die Zusammenhänge erforschen. Für mich ist klar, dass ich auf Gift im Garten verzichten möchte. Die Tiere und Pflanzen sollen Räume haben, sich zu entwickeln. Daher unterstützen wir das Naturgarten Konzept und erklären Euch auf diesem Gartenblog viele verschiedene Naturgarten Ideen.

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Es gibt in der Natur beeindruckendes zu entdecken und ich habe noch so viele Fragen. Durch unseren Garten lerne ich ständig dazu und beginne zu verstehen, wie groß die Natur ist. Ich bin neugierig und möchte die Zusammenhänge erforschen. Für mich ist klar, dass ich auf Gift im Garten verzichten möchte. Die Tiere und Pflanzen sollen Räume haben, sich zu entwickeln. Daher unterstützen wir das Naturgarten Konzept und erklären Euch auf diesem Gartenblog viele verschiedene Naturgarten Ideen.

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